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Das Bauwesen ist die klassische Anwendung der Thermografie. Vom Energiegutachten über die Qualitätskontrolle am Bau bis zur Ortung von Schäden ist die Thermografie einsetzbar. |
Sichtbar machen, was (Eingebautes Regenfallrohr)
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Durch die Wände sehen, wünscht sich jeder. Das kann auch die Thermografie nicht leisten, aber vieles verrät sich doch dadurch, wie die sichtbare Oberfläche erwärmt oder abgekühlt wird. Das Bild im Thermogramm wird durch das Wärmeleitverhalten des Materials darunter und von den Einbauten bestimmt. Deshalb kann aus dem Wärmebild schnell auf das innere darunter geschlossen werden:
Wichtig: Es muß immer ein Temperaturunterschied
da
sein: Entweder wärmer oder kälter als am Aufnahmeort. Wenn
alle
Heizungen aus sind und es drinnen genau so warm oder kalt ist wie
außen,
dan funktioniert Thermografie nicht: Sie lebt vom
Temperaturgefälle,
denn das ist, was wir sehen! |
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| Fußboden- und
Wandheizungen |
Heizungen in Fußböden oder
Wänden sind
etwas wunderbares: Sie wärmen so gleichmäßig und bei
niedrigsten Vorlauftemperaturen, wohlige Wärme, kein verschwelter
Staub, angenehmes Wärmestrahlungsklima. Ja, bis zu dem Tag, an dem
sie irgendwo undicht wird, einfriert und/oder man schlicht ein Loch in
Wand oder Fußboden bohren möchte.
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| Hohlräume | Wenn sich
Hohlräume
hinter Wänden, Decken oder Böden verbergen, so wird man das
nicht
bemerken. Bis es zu ganz "unerklärlichen Effekten" kommt.
Besonders
Altbauten sind betroffen: Immer wieder umgebaut, von Generation zu
Generation
weitergereicht, wobei es nicht immer so genau mit der Aufzeichnung der
Umbauten
zuging. Uns so kommte es zu Spalten, Lücken, Schächten, Luken
und
Gängen von denen niemand mehr was weiß.
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| Heizungsleitungen | Heizleitungen halten nicht
ewig. Ihre
Lebensdauer hängt sehr vom Material der leitungen, seis Kupfer,
Gußeisen oder Kunststoff, von der Qualität der
Verbindungsstellen und vor allem von den chemischen eigenschaften des
Heizungswassers ab. Irgendwann nach Jahren
oder Jahrzehnten ist es soweit und der Druckabfall am Kessel
verrät eine
Schadensstelle:
Oftmals ist dann guter Rat teuer: immer wieder ist das Heizleitungsnetz umgebaut und erweitert worden und es existieren keine Pläne, oder sie sind zu ungenau. Oft auch verlaufen Heizleitungen im Unbekannten, in Schächten, in Winkeln und Ecken, gerade, wie es zur Installationszeit eben kam. Dadurch wird die Lecksuche zum Glücksspiel.
Empfehlenswert: Bevor man gerade bei "mysteriösem"
Heizwasserverlust die Wände gleich räumeweise aufstemmt, kann
die Thermografie große
Folgeschäden verhindern oder zumindest kleinhalten. |
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| Kaltes Leitungswasser | Genau wie bei Heizungsleitungen
kann
die Wärmebildkamera weiterhelfen, wenn Leitungen für
kühles Trinkwasser oder Regenrohre undicht werden. Nur ist das
Verfahren hier umgekehrt:
Jetzt erscheinen diese Leitungen und das austretende Wasser dunkel,
weil
kühler im Thermogramm.
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| ... und Regenwasser | Regen ist in Mitteleuropa etwas
alltägliches. Nicht jede nasse Wand hat eine defekte Wasserleitung
zur Ursache. Drückendes Wasser, Verstopfte Drainagen, Fehlerhafte
Ausführung von Regen- und Abwasserabflüssen
und mangelhafte Versickerung sorgen für nasse Wände. Neben
Ausblühungen
und kristallisationen kann es auch zum Verfall und zur Schimmelbildung
kommen,
ganz abgesehen von der Wirkung auf das Raumklima:
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| Noch ein Hinweis: |
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| Energiesünden in
Dachböden |
In vielen ungeheizten
Innenräumen gibt es Stellen, an denen Energie verloren geht.
Gerade der exponierte Dachbereich
ist empfindlich für diese Wärmelecks:
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| Energiesünden an Heizungsanlagen |
Es gibt an
Fassaden sehr
häufig vier Ursachen von Energieverlusten, die sich wo man mit der
Thermografiekamera auch hinschaut, immer wieder zeigen. Kein Wunder,
daß sich die Heizkosten in solchen ganz normalen Häusern
auftürmen:
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| Energiesünden durch Undichtigkeiten |
Einen gewissen
Anteil an
den Energieverlusten von Häusern hat auch der unkontrollierte
Luftaustausch durch Undichtigkeiten. Kalte Außenluft, die durch
Undichtigkeiten des
Gebäudes in Decken Wände, Schächte und Spalten
eindringt, kann
dafür verantwortlich sein. Gerade bei modernen und hochisolierten
Bauwerken
kann der Energieverlust durch Luftundichtigkeiten einen
beträchtlichen Betrag ausmachen.
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| Energiesünden an Hausfassaden |
Der Löwenanteil der
Energieverluste eines gewöhnlichen Hauses im Alter von etwa 20 bis
40 Jahren hat die Wärmeleitung durch die Wände und das Dach.
Bis 1973, dem Jahr des
ersten Ölpreisschocks, waren speziell isolierte Wände
unbekannt. Um Baukosten zu sparen, wurden die Wände immer
dünner und dünner. Als Ergebnis stiegen der Energieaufwand
bis auf enorme Höhen an. Das Problem ist, daß in
Zentraleuropa die meisten Häuser von dieserm Typ sind: Dünne
Wände ohne jede Isolation.
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