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Die Thermografiekamera ist kein Röntgengerät - aber fast ! Mit einer thermografischen Untersuchung kann über viele Sachverhalte in kaufmännischen oder juristischen Auseinandersetzungen schnell Klarheit verschaft werden. |
| Nasse Wände -
was nun ? |
Jeder Mieter,
jeder Vermieter,
jeder Rechtsanwalt und jeder Bausachverständige kennt den uralten
Zwist: "Hat der Mieter nicht richtig gelüftet - oder liegt
hier ein
gravierender Dämmungsmangel vor ?"
Mit Hilfe der Thermografie und einer computergestützten Simulation kann diese Frage mit großer Sicherheit geklärt werden. Dazu werden vor Ort sowohl Fotos im sichtbaren Licht als auch Thermogramme (selber Ort, selbe Perspektive, selber Maßstab) gemacht und sowohl die Innen- als auch die Außentemperatur gemessen. Damit kann dann in einer Simulationsrechnung ermittelt werden, was der Grund für beobachtete Feuchteschäden wie Schimmel, Ausblühungen etc. verursacht haben kann:
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| Oberflächennässe | Eine Spezialsoftware berechnet
aus einen
vorliegenden Thermogramm, ob der Taupunkt an der Oberfläche
erreicht
wird und die ganz normale Feuchtigkeit in der Innenluft sich
niederschlagen
kann. Die Berechnung erfolgt, indem eine innere relative Luftfeuchte
angenommen
wird und zudem ein standardisiertes Temperaturgefälle von innen
nach
außen aus Klimadaten und Meßdaten berechnet wird. Dabei
gibt es
drei Stufen, die farbig im Bild markiert werden:
Die Wärmeleitfähigkeit der abgebildeten Bausubstanz hängt nur vom Material und der Form ab, nicht aber von Innen- und Außentemperatur. Dadurch bleibt die Form der Temperaturverteilung immer gleich. Man muß nun vergleichen, ob die Form der berechneten Kondensationsflächen für die angenommene innere Luftfeuchte mit der sichtbaren Form der Nässeschäden übereinstimmt:
Die Computersimulation leistet noch mehr. Bei Nässeschäden, die durch Kondensation verursacht werden, prüft die Simulationssoftware mit einer Feuchtebilanz aus architektonischen und Klimadaten gleich mit, ob die notwendige innere Luftfeuchte durch das angenommene Nutzerverhalten überhaupt möglich ist oder nicht:
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| Bauschäden in Wänden | Wenn zudem der
Aufbau der
Wand aus architektonischen Plänen oder einer Kernbohrung bekannt
ist,
kann die Computersimulation noch mehr leisten:
Der Computer ermittelt dabei aus dem vorliegenden Thermogramm den Wärmefluß und den Diffusionsstrom von Wasserdampf durch die Bausubstanz und schaut für jeden Monat einzeln, ob es innerhalb der Bausubstanz zur Kondensation oder sogar zur Eisbildung kommt:
Anmerkung: Diese Software ist nicht zum Vertrieb vorgesehen. Bitte nicht anfragen. |
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Als Reaktion auf
den ersten
Ölpreisschock von 1973 geschah zunächst garnichts, erst auf
den
zweiten, ausgelöst durch den Krieg Iran-Irak und den Einmarsch der
ehemaligen
Sovietunion in Afghanistan 1978 / 79 regierte der Gesetzgeber mit
Mindeststandards,
die der Wärmeschutz eines Gebäudes zu erfüllen hat. Die
erste
Wärmeschutzverordnung von 1979 wurde 1982 novelliert, was sich
auch
in den Werten der DIN 4108 niederschlägt. In der
Wärmeschutzverordnung
von 1982 und erst recht in der von 1995 (es gilt das
Fertigstellungsdatum
eines Gebäudes) werden Grenzwerte für den
Wärmeübergangswert
k gefordert, die nicht überschritten werden dürfen.
Dabei wird zwischen den
verschiedenen
Flächen eines Gebäudes wie Außenwände,
Innenwände,
Böden, Decken , Dächer u.s.w und nach der
Gebäudegröße
unterschieden. |
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| Definition von U | k ist dabei ein Faktor, der
beschreibt,
wieviel Heizleistung pro Quadratmeter Fläche und pro Grad
Temperaturunterschied
verbraucht wird. Die Einheit des U-Wertes ist daher Watt / ( qm * K
).
Berechnet wird U aus dem Wärmeübergang von der Luft auf die erste Wandfläche (A_innen) plus der Wärmeleitfähigkeit der Wand mit all ihren Schichten selber (Lamda) und dem Wärmeübergang von der anderen Wandfläche wieder zur Luft (A_außen): A_innen und A_außen hängen nun davon ab, ob es sich um eine Innen- oder Außenwand handelt und wie sie zur Schwerkraft hin orientiert, also Boden, Wand Schräge oder Decke ist. Zudem muß noch zwischen flachen Flächen, den Fall wo zwei Flächen eine Kanteund wo drei Flächen eine Ecke bilden unterschieden werden. Lamda läßt sich
dagegen aus den Materialwerten der verwendeten
Baustoffe
bestimmen. |
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| Altes Verfahren ... | Bislang wird der
U-Wert einfach
rein theoretisch berechnet:
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| Messung mit Werten
nach DIN 4108 |
Thermografie hilft hier weiter.
Denn
die Kamera sieht die Temperaturverteilungen direkt auf den
Wandoberflächen
als Wärmebild. Damit wissen wir aber sowohl die Luft, als auch die
(geringeren
bzw. höheren Wandtemperaturen), insbesondere auch an kritischen
Stellen
wie Ecken, Kanten u.s.w.
Nun besagt die Physik, daß der Verlustwärmestrom immer gleich bleibt, egal ob er gerade durch das Wandmaterial selber geht oder ob er sich durch Konvektion und Wärmestrahlung an den Wand-Luft-Oberflächen weiterträgt. Je nach Wärmewiderstand (dem Kehrwert der Wärmeleitfähigkeit) stellt sich also eine unterschiedliche Oberflächentemperatur ein, die wie ja gerade mit der Thermografiekamera sehen können.
= A_innen( T_innenLuft - T_innenWand ) [ meßbar per Thermografie ] = Lamda( T_innenWand - T_außenWand) [ nachzuweisen ] = A_außen( T_außenWand - T_außenLuft ) [ meßbar per Thermografie ] |
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| Messung mit Hilfe
des VDI-Wärmeatlas |
Das thermografische
Meßverfahren,
bei dem man die Tabellenwerte der DIN 4108 für den Luft-Wand und
den
Wand-Luft-Wärmeübergang heranzieht, bietet nur
mäßige
Genauigkeit, da gerade der Wärmeübergang an
Außenflächen
sehr stark von der Witterung, dem Bewölkungsgrad, vom Wind und
davon,
wie geschützt ein Flächenelement angeordnet ist,
abhängt.
Weiter kommt man hier mit echten Berechnungen des Wärmeübergangs mit dem Formelsatz aus dem VDI-Wärmeatlas. Hierzu wird zwischen drei Wärmeübergangsmechanismen unterschieden:
Anmerkung: Diese Software können Sie auch kaufen, wenn Sie selbst eine Thermografiekamera von Jenoptik betreiben. Den Vertrieb für den deutschsprachigen Raum übernimmt die Firma InfraTec aus Dresden. Gewinn für Sie: Nur mit dem
diesem
Meßverfahren kann das thermische Verhalten von unterschiedlich
bewitterten
oder orientierten Flächen wie Fassaden oder Dächer
reproduzierbar
beurteilt werden. Beispiel: Dächer sehen immer kälter aus,
auch
wenn sie schlechter als eine Fassade gedämmt sind. Warum ? Weil
sie wesentlich
mehr Energie an den noch kälteren Himmel abstrahlen als eine
senkrechte
Fassade. Hätten Sie es gewußt ? |
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| Wichtiger Hinweis: | Das thermografische Meßverfahren des U-Werts ist eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit. Es ist nicht so einfach möglich, aus einem Thermogramm gleich die verschiedenen U-Werte für ein gebäude abzulesen. Dazu muß die Umgebung sehr akkurat vermessen und dokumentiert werden, damit sich keine untolerierbar großen Abweichungen in die empfindliche Berechnung des k-Wertes einschleichen. Schon aus diesem Grund ist die Messung des U-Wertes per Thermografie eine aufwendige Prozedur, die von einem Wärmetechnik-Fachmann ausgeführt werden muß. |
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